Stark gegen Stress mit der Kraft der Natur

Annett ist noch kei­ne 50 Jah­re alt, als sie den zwei­ten schwe­ren Ver­lust in ihrem Leben ver­kraf­ten muss: Ihre Mut­ter starb früh an Krebs, ihr Sohn viel zu früh an Leuk­ämie. Auch wegen die­ser schwe­ren Belas­tun­gen und dem damit ein­her­ge­hen­den dau­er­haf­ten Stress ent­schied die Pots­da­me­rin sich für einen beruf­li­chen Weg in der Gesund­heits­bran­che und wur­de Heilpraktikerin.

Kraftquellen finden in schweren Zeiten

Nach dem Ver­lust ihrer Mut­ter fiel die damals 25Jährige vor Trau­er zunächst in Depres­sio­nen und litt unter Angst­zu­stän­den. Ihre The­ra­pie wur­de der Sport, beson­ders beim Lau­fen kann Annett abschal­ten. „Zu jeder Jah­res­zeit durch die Natur zu lau­fen und dabei den eige­nen Schrit­ten zuzu­hö­ren, ist wie Medi­ta­ti­on. Das bringt Ruhe und sor­tiert inner­lich“, sagt die Leis­tungs­sport­le­rin. Jeden zwei­ten Tag läuft sie seit damals zehn Kilo­me­ter durch den nahe gele­ge­nen Sans­sou­ci-Park in Pots­dam. „Das ist ein beson­de­rer Kraft­ort“, meint sie lächelnd.

Für stressige Zeiten vorsorgen

Nach vie­len Jah­ren des Trai­nings betei­lig­te sie sich erst­mals an Mara­thon­läu­fen und nahm sogar an Ultra-Mara­thon­läu­fen teil, die sich durch Stre­cken von 100 Kilo­me­tern und mehr aus­zeich­nen. Der Wunsch ihrer Mut­ter ließ sie nie­mals los: Annett beschäf­tig­te sich nicht nur mit ihrer eige­nen Gesund­heit, son­dern auch mit der ande­rer Men­schen: erst ließ sie sich zur Phy­sio­the­ra­peu­tin aus­bil­den, dann zur Heil­prak­ti­ke­rin. In ihre Pra­xis kom­men oft Men­schen mit unkla­ren Sym­pto­men oder sol­chen, die als „aus­the­ra­piert“ gel­ten. Das bedeu­tet, es besteht kei­ne schul­me­di­zi­ni­sche The­ra­pie­mög­lich­keit mehr. Sie kennt auch vie­le Pati­en­ten mit Bur­nout-Syn­drom, Fol­gen von Dau­er­stress oder chro­ni­schen Infektionen.

Gesundheit ist individuell und persönlich

Kinesiologie Roter Ginseng

Um die­sen Men­schen die indi­vi­du­el­le Gesund­heits­si­tua­ti­on deut­lich zu machen, ver­wen­det die Heil­prak­ti­ke­rin ein anschau­li­ches Bild: „Jeder Mensch kommt mit einem per­sön­li­chen ‚Gesund­heits­fass’ zur Welt. Das kann klein oder groß, gefüllt oder fast uner­schöpf­lich sein, wie bei Men­schen mit star­ker Gesund­heit bei­spiels­wei­se. Es kann aber auch schon bei der Geburt nur halb gefüllt sein, z. B. durch Schwer­me­tall­be­las­tung, Virus­last oder auch durch müt­ter­li­chen Alko­hol­kon­sum wäh­rend der Schwan­ger­schaft.“ An der Grund­kon­sti­tu­ti­on des jewei­li­gen Men­schen – also der kör­per­li­chen Anla­ge, der all­ge­mei­nen Ver­fas­sung – lässt sich etwas ver­än­dern. „Dafür kön­nen Men­schen ent­spre­chend ihrer eige­nen Mög­lich­kei­ten sehr viel tun“, sagt die Heilpraktikerin.

Ganzheitliche Therapien versprechen Erfolg

Zum ers­ten Mal kam Annett im Jahr 2010 mit der Regu­la­ti­ons­me­di­zin in Berüh­rung: Sie wur­de mit der inno­va­ti­ven Kai­ros-Metho­de bekannt, einer ganz­heit­li­chen Unter­su­chungs- und The­ra­pie­me­tho­de, die der Kine­sio­lo­gie ent­stammt. Sie beruht auf einer manu­el­len Tes­tung von Mus­keln, mit der zum Bei­spiel Stoff­wech­sel­pro­ble­me, All­er­gien, Umwelt­gif­te oder see­li­sche Trau­men als Krank­heits­ver­ur­sa­cher auf­ge­deckt wer­den kön­nen. Aber nicht nur das: auch even­tu­ell heil­sa­me Arz­nei­mit­tel kön­nen damit auf ihre pati­en­ten­in­di­vi­du­el­le Wir­kung geprüft werden.

Dauerhafter Stress macht krank

Im Okto­ber 2012 muss­te Annett erneut einen schwe­ren Lebens­ein­schnitt ver­kraf­ten: Ihr 23jähriger Sohn erkrank­te an aku­ter mye­loi­scher Leuk­ämie (AML). Für die­se Blut­krebs­form gibt es auch heu­te noch schlech­te Gene­sungs­aus­sich­ten. „Ein Jahr lang leb­ten mei­ne Fami­lie und ich zwi­schen Hof­fen und Ban­gen. Ich führ­te ein Leben in zer­mür­ben­dem Dau­er­stress“, so die 50-Jäh­ri­ge. Ihr Sohn starb nur ein Jahr nach der Dia­gno­se trotz Stamm­zell­spen­der. „Das war eine schwe­re Zeit. Der unver­ar­bei­te­te Tod, Trau­er, Wut, Fas­sungs­lo­sig­keit – ich war am Ende mei­ner Kräf­te“, erin­nert sich Annett.

Mutmachseiten Ginseng Infografik

Sie hol­te sich Hil­fe bei ihrem Kai­ros-Aus­bil­der. Bei der Tes­tung stell­te sich Korea­ni­scher Roter Gin­seng als das bes­te The­ra­peu­ti­kum für sie her­aus. Die Beson­der­heit der Heil­pflan­ze: sie wirkt aus­glei­chend auf kör­per­li­che, geis­ti­ge und see­li­sche Lebens­be­las­tun­gen glei­cher­ma­ßen. So hilft Gin­seng, bei feh­len­dem Ener­gie­man­gel die erschöpf­ten Kraft­re­ser­ven wie­der auf­zu­bau­en. Hyper­ak­ti­ve Kör­per- oder über­schie­ßen­de Gefühls­zu­stän­de wer­den wie­der­um har­mo­ni­siert. „Schon nach zwei Wochen der Ein­nah­me hat­te ich wie­der mehr Kraft und kam lang­sam aus mei­nem see­li­schen Tief her­aus“, erin­nert sich Annett heu­te. Ein ein­fa­ches pflanz­li­ches Mit­tel, die Wur­zel des Roten Gin­sengs, hat­te ihr geholfen.

Stärkung und Heilung

Wegen ihrer posi­ti­ven Erfah­rung mit dem Korea­ni­schen Roten Gin­seng nutzt die Heil­prak­ti­ke­rin die Mög­lich­kei­ten des Natur­heil­mit­tels seit­her auch bei ihren Pati­en­ten. Bei einer Rheu­ma­pa­ti­en­tin bei­spiels­wei­se konn­ten durch eine kurz­zei­ti­ge Ein­nah­me die Leber- und Blut­wer­te gut regu­liert wer­den. Der­zeit benö­tigt die Pati­en­tin kei­ne ent­zün­dungs­hem­men­den und schmerz­lin­dern­den Rheu­ma-Arz­nei­en mehr. Auch bei Men­schen, die an Stress lei­den oder häu­fig Infek­tio­nen bekom­men, hat sich das Prä­pa­rat sehr gut bewährt. „Ich emp­feh­le es auch Sport­lern oder Läu­fern, um sich ein Ener­gie­pols­ter auf­zu­bau­en, um bei­spiels­wei­se Ver­let­zun­gen vor­zu­beu­gen“, erklärt Annett.

Regelmäßige Heilkuren als Prävention

Die kurz­zei­ti­ge Ein­nah­me (bei­spiels­wei­se als halb­jähr­li­che Kur) von Gin­seng wirkt auch krank­heits­vor­beu­gend. Natür­lich plä­diert Annett dafür, dass Men­schen ins­ge­samt mehr für ihre Gesund­heit tun. Sie fin­det es unver­ständ­lich, dass Besitz­tü­mer manch­mal mehr Auf­merk­sam­keit erhal­ten als die eige­ne Gesund­heit. „Dabei beglei­tet uns unser Kör­per ein gan­zes Leben lang“, sagt sie. „Eigen­ver­ant­wor­tung zu über­neh­men ist not­wen­dig! Die wirk­sa­me Initia­ti­ve zur per­sön­li­chen Gesund­heits­pfle­ge kann letzt­lich nur von jedem selbst ausgehen“.

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Bild­nach­weis
• Mari­on Kaden
wei­te­re Infos
• Wiki­pe­dia: Gin­seng

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